Haben Sie rechtlich vorgesorgt? Für Altersdemenz, Schlaganfall oder längere Abwesenheit von Zuhause?

Wie? - Durch eine Vorsorgevollmacht.

Warum Sie die benötigen? Sie sind doch verheiratet! Ihr Ehepartner sei doch automatisch berechtigt, alles für Sie zu regeln? 

Irrtum! Ihr Ehepartner hat keinerlei Recht, für Sie rechtliche Erklärungen abzugeben. Er kann z.B. keine Versicherung für Sie kündigen oder irgendeinen noch so kleinen Vertrag für Sie schließen oder kündigen oder auch nur Geld von Ihrem Konto abheben, wenn Sie ihm keine gesonderte Kontovollmacht erteilt haben.

Mit einer Vorsorgevollmacht darf er all das. Sie vermeiden, dass Ihnen eine gesetzliche Betreuung auferlegt wird.

Sie können eine Vorsorgevollmacht mit oder ohne Notar errichten.

ABER VORSICHT!!! Im Internet finden Sie viele Mustervollmachten und immer wieder den Hinweis, dass man die Vollmacht nicht notariell benötige. Das ist richtig und falsch zugleich! Falsch ist es z.B., wenn Sie Grundbesitz haben (z.B. ein Haus oder eine Eigentumswohnung) und wenn Sie möchten, dass ihr Bevollmächtigter für Sie auch notariell zu beurkundende Grundstücksgeschäfte schließen kann. Mit einer Vollmacht aus dem Internet oder über einen Rechtsanwalt oder über eine Rechtsschutzversicherung geht das NICHT! 

Oder falls sie eine Firma haben... auch dann ist es nahezu zwingend, die Vorsorgevollmacht notariell zu errichten. Nur eine notariell errichtete Vollmacht gilt auch für Rechtsgeschäfte, für die Sie selbst zum Notar müssten. Rechtsgeschäfte, die den Grundbesitz betreffen oder viele Rechtsgeschäfte, die ihre Anteile an einer Gesellschaft (GmbH, AG, UG, GmbH & Co. KG)  betreffen, sind nur mit notarieller Vollmacht möglich! Wer Ihnen etwas anderes erzählt, hat aller Wahrscheinlichkeit nach Motive, die sich nicht an Ihren Interessen orientieren.

Inziwschen beschäftige ich mich seit über 20 Jahren intensiv mit dem Thema. Sprechen Sie mich an. Ich erläutere Ihnen gern die Zusammenhänge und die rechtliche Bedeutung! Eine diesbezügliche Beratung ist wertvoll und nicht teuer und im Fall einer nachfolgenden Beurkundung wird die Beratung nicht gesondert berechnet. 

Die Gebühren sind gesetzlich geregelt und bei allen Notaren gleich hoch.

Ich erkläre Ihnen auch gern den Unterschied zwischen einer Vorsorgevollmacht und einer Patientenverfügung. Eine Patientenverfügung lassen nahezu 100% der bei mir Rat suchenden  mit beurkunden.

Eine Vorsorgevollmacht ist aus meiner Sicht so wichtig, wie eine private Haftpflichtversicherung. In anderen Staaten ist sie obligatorisch verpflichtend. 

Eine Patientenverfügung sollten Sie haben, wenn Sie gerne möglichst würdig im Kreis Ihrer Familie streben möchten und nicht bis zum letzen Atemzug intensivmedizinisch versorgt werden möchten. Da spreche ich aber keine Empfehlung aus, da in dem Zusammenhang viele andere Faktoren als juristische Fragen eine Rolle spielen.